5 Tipps für deine Kranzshooting Aktion zu Weihnachten!

Was gibt es für einen Fotografen schöneres, als den Kunden bei emotionalen, persönlichen Weihnachtsgeschenken zu unterstützen? Gerade als Tierfotografen haben wir die Möglichkeit, die flauschigen Lieblinge unter den Weihnachtsbaum zu bringen und wundervolle Erinnerungen zu schaffen. Natürlich geht das schon mit „normalen“ Shootings prima, die Steigerung vor Weihnachten ist aber definitiv  gut vorbereitete Kranzshootings mit dem Pony. 😉 Hast du schonmal eine Kranzshooting Aktion gemacht?

Ich liebe ja diese vorweihnachtliche Stimmung, die sich bei den Kranzshootings meistens schon einstellt. Wenn du dir überlegst, dieses Jahr auch so ein Special anzubieten, oder deine Aktion vom letzten Jahr optimieren möchtest, dann lies unbedingt weiter!

Die folgenden Tipps helfen dir einerseits, deine Shooting Sessions bestmöglich zu bewerben, geben aber andererseits auch Anleitung zum Basteln und der eigentlichen Umsetzung. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit du auf diesen Artikel gestoßen bist, kann das Thema unter Umständen schon sehr aktuell sein. Selbst, wenn Weihnachten sich noch weit weg anfühlt, kann man oft schon mit den Vorbereitungen für das eigene Angebot beginnen.

  1. Plane genügend Vorbereitungszeit ein und integriere die Kranzshooting Aktion in deinen Content Kalender!

Generell ist bei allen saisonalen Aktionen eine gute Planung essenziell. Ich empfehle immer gerne, sich schon am Anfang des Jahres Gedanken über alle geplanten Aktionen und Specials zu machen und genau zu überlegen, wann man sinnvollerweise anfängt, für das jeweilige Angebot zu werben. Hieraus ergibt sich nämlich eine wunderbare erste Form des Content Kalenders.

Lasst uns mal überlegen, wie das beim Kranzshooting so aussieht: Unsere Kunden brauchen ihre Fotos im Dezember. Möglichst früh, aber spätestens um den 15.-20. Dezember sollten die Bilder auf jeden Fall beim Kunden sein, denn der möchte sie ja meist als Weihnachtsgruß nutzen und noch so weiterverschicken, dass sie bis Heiligabend bei den Lieben ankommen. Ein bisschen Zeit zur Bildbearbeitung sollten wir uns natürlich auch geben, sodass es sinnvoll ist, im November bis spätestens Anfang Dezember zu shooten. Klingt logisch, oder? Das heißt, die Bewerbung der Kranzshooting Aktion kann schon recht früh starten. Im besten Falle Anfang bis Mitte Oktober. Wenn du ein wenig später im Jahr auf diese Möglichkeit stößt, oder es einfach nicht rechtzeitig geschafft hast, ist das aber keine Katastrophe. Auch im November kann man die Aktion noch bewerben, sollte dann aber auf eine rasche Umsetzung pochen.

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  1. Bewirb dein Weihnachtsspecial effizient in Social Media!

Gut, die zeitlichen Verhältnisse haben wir geklärt, aber wie genau bewirbt man denn so eine Aktion eigentlich richtig? Die meisten deiner Fans, potenziellen Kunden und Follower halten sich regelmäßig in Social Media auf. Hier würde ich mir eine schöne Postreihe überlegen, die so richtig richtig Lust auf ein tolles Kranzshooting macht.

Ein guter Start ist immer ein kleiner Post zum anteasern, zum Beispiel mit einem Ergebnis aus dem letzten Jahr, falls du das Angebot schon einmal hattest, oder einem Ergebnis aus einem freien Projekt. Kündige deine Aktion an, wirb damit, dass wundervolle, individuelle Weihnachtsgeschenke dabei herauskommen und mach deine (potenziellen) Kunden neugierig. Außerdem kannst du auch einen Einblick ins Kranz basteln geben, mit einem witzigen ‚behind the scenes‘ –  Bild und einem packenden Bericht dazu. Das weckt die Neugier der Kunden und lenkt zunächst mal Aufmerksamkeit auf die Aktion.

Der nächste Schritt ist eine direkte Ankündigung, à la „Kranzshooting Aktion – nur für kurze Zeit, buchbar ab sofort“ – kurze Erklärung was das ist und warum es interessant ist. Hier kannst du auch auf mögliche Ängste oder Unklarheiten eingehen. Manche Pferdebesitzer hätten vielleicht super gern Kranzbilder, sind sich aber unsicher, weil ihr Pferd nicht ordentlich stillsteht. Solche Themen kannst du aufgreifen und mit gezielten Infos die Unsicherheiten aus dem Weg räumen.

  1. Achte auf deinen persönlichen Zeitplan

Ab Datum X fängst du an, Buchungen entgegenzunehmen und Termine zu vergeben. Pass hier unbedingt auf, dass du dir kleine Puffer lässt und die Termine gut abcheckst. Die Zeit zwischen Buchung und Shooting wird sehr gering sein und je kurzfristiger wir Termine ausmachen, desto eher schleichen sich Fehler ein, bei uns und beim Kunden. Falls du schon angefangen hast zu shooten, aber noch Kapazitäten frei sind, nimm deine Follower doch mal in einer Story mit zum Shooting und erkläre, was du da genau machst. Hier darf auch gerne rüberkommen, wie viel Spaß so ein Shooting macht 😉

Nach den Shootings würde ich dir raten, rasch mit der Bearbeitung anzufangen. Es ist schließlich „this time of the year“ und man verliert im allgemeinen Vorweihnachtschaos, beruflich wie privat, schnell mal Kopf und Überblick. Je strukturierter du die ganze Sache über die Bühne bringt, desto besser (und das aus meinem Munde *räusper*). Ist aber leider die Wahrheit. Gerade für nebenberufliche Fotografen ist das ja noch stressiger mit Beruf + Nebenberuf + Privat. Aber auch, wenn es mit der Struktur nicht ganz so gut klappt, nicht die Nerven verlieren 😉

Nach dem Versand ist deine Arbeit getan und dein Kunde kann in aller Ruhe fantastische Weihnachtsgrüße versenden.

 

Ich hoffe, das hat dir ein wenig Einblick in den (Werbe-)Ablauf von Kranzshooting Angeboten gegeben und du kannst es gar nicht erwarten, dein eigenes Special in Angriff zu nehmen! Damit du bestens vorbereitet bist, folgen jetzt noch ein paar weitere Tipps und Anregungen zur praktischen Umsetzung. Spätestens, wenn nach der erfolgreichen Bewerbung die ersten Buchungen ins Haus flattern, kannst du die sicher gut gebrauchen 😉 Die brennendste Frage zuerst: Wie besorge ich mir einen schönen Kranz?

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  1. Bastelanleitung für deinen Shooting Kranz!

Generell gibt es zwei Möglichkeiten für den Kranz. Entweder, du bastelst einen geschlossenen Ring (hier bietet sich natürlich direkt ein Halsring an!), oder eine Kette, die sich am Widerrist zusammenbinden lässt. Die Kette eignet sich vor allem für kopfscheue oder sehr sensible Pferde. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Größe ganz einfach reguliert werden kann.

Was benötigst du ansonsten? Natürlich Tannengrün. Ich nehme immer Nordmanntanne und etwas in hellerem Grün. Meine Botanik Kenntnisse sind allerdings rudimentär, vielleicht kennst du dich da ja sowieso besser aus 😉 Wichtig sind mir vor allem die Farbkontraste, dadurch kommt einfach mehr Leben in den Kranz und er wirkt direkt voller. Für einen Ring in Ponygröße benötigst du ca. zwei große Bund Tannengrün als Basis und einen weiteren in einer anderen Farbe. Hinzu kommt die individuelle Deko deiner Wahl. Ich persönlich arbeite mit Plastikkugeln in unterschiedlichen Größen. Der optische Effekt ist hier viel schöner, als wenn man nur gleichgroße Kugeln verwendet. Außerdem brauchst du Basteldraht und eine Schere. Es wirkt auch sehr schön, wenn du optional eine batteriebetriebene Lichterkette einarbeitest. Die Gesamtkosten für das Material dürften ca. bei 35 € liegen.

Wenn du alles beisammen hast, beginnst du damit, das Tannengrün Stück für Stück um deine stabile Grundlage (beispielsweise den Halsring) zu legen. Jeder Bund wird gut mit Draht festgewickelt. Füll den Kranz gleichmäßig, achte aber darauf, dass das untere Ende ein wenig schwerer ist, sodass sich der Kranz beim Shooting zuverlässig in die richtige Position dreht und auch dort bleibt.

Vorsicht: Binde den Kranz unbedingt von beiden Seiten, sonst dreht er sich am Ende nur in sich selbst. Achte auch darauf, genügend Material zu verarbeiten, damit der Kranz beim Shooting nicht dürr und mager aussieht. Sobald du dein ganzes Grün verarbeitet hast, beginnt der Spaß und das Schmücken. Leg den Kranz so aus, wie er später auch am Pferd zu sehen ist. Ich schmücke nie die hintere Seite, dafür viel an den Seiten und positioniere die großen Kugeln auf der vorderen Seite des unteren Kranzteils –  Schwuppdiwupp ist dein individueller Shooting Kranz gebastelt.

  1. Ruhe und Geduld bei der Umsetzung

Der Kranz ist gebastelt, wie geht es jetzt weiter? Beim Shooting ist es wichtig, das Pferd langsam an den Kranz zu gewöhnen und vielleicht beim Umlegen mit dem ein oder anderen Leckerli zu bestechen. Es bringt gar nichts, hier schnell sein zu wollen, wenn das Pferd am Ende nur Negatives mit dem Kranz verbindet und ihn sich gar nicht erst umlegen lässt. Führ zwischendurch mal ein paar Schritte und lob ganz viel, so werden sich die Ponymodells schnell dran gewöhnen 😉

Tipp: Sprich vorher mit deinem Kunden darüber, ob das Pferd den Kranz auch ertragen wird. Manche Kandidaten sind einfach zu ängstlich, oder aber auch zu verfressen.

Arbeite dann zügig und ruhig und positioniere das Pferd sicher und gekonnt. Wichtig ist, dass der Kranz die richtige Größe hat. Ist er zu klein oder zu groß, wirkt die Figur des Pferdes ganz schnell nicht mehr richtig. Hängt der Kranz zum Beispiel über der Brust und verdeckt die Muskulatur, sieht das Pferd schnell ganz komisch aus. Nach ca. 30 Minuten solltest du deine Bilder im Kasten haben.

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Wichtiger Hinweis: Einige Tannensorten sind giftig für Pferde! Informier dich deshalb unbedingt vorher, was du verarbeitest.  Gegebenenfalls sollten die Pferde nicht am Kranz knabbern.

 

Jetzt bist du bestens vorbereitet und kannst direkt deine persönliche Shooting Vorbereitung starten!