Wie erreiche ich meine Zielgruppe mit Social Media?

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Wie fit bist du schon in Sachen Social Media Marketing? Mittlerweile gibt es wahrscheinlich kaum noch Fotografen und Kreative, egal ob hauptberuflich oder nebenbei, die komplett ohne Online Auftritt arbeiten. Zum Online Auftritt gehören deine eigene Webseite (wichtigstes Element!), Profile in den sozialen Medien und Präsenz in den Suchmaschinen Google und Pinterest. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, sich online zu präsentieren, für mich sind das aber mit Abstand die wichtigsten Punkte.

Social Media gibt dir die Möglichkeit, deine Arbeiten einer größere Zielgruppe vorzustellen und auf dich aufmerksam zu machen. Außerdem kannst du interessierte Nutzer in deine Newsletterliste lotsen, Aktionen gezielt bewerben und dafür sorgen, dass du im Gespräch bleibst. Das sind ganz wichtige Schritte auf dem Weg zur Kundengewinnung.

Am Anfang stellt sich den meisten UnternehmerInnen die Frage, wie man mit Social Media (ich möchte den Fokus hier auf Facebook und vor allem Instagram legen) die eigene Zielgruppe erreichen kann. Die wichtigsten Tipps und Basics dazu, habe ich dir einmal zusammengefasst:

1. Definition Zielgruppe

Kennst du deine Zielgruppe überhaupt? Ich meine so richtig? Oder ist es mehr so eine grobe Vorstellung von Mensch und Pferden, die du gern mal fotografieren möchtest? Das ist nämlich ein großer Unterschied. Es gibt online einige Ressourcen, die dich mit Workbooks oder Videos auf dem Weg zur Zielgruppendefinition begleiten. Wenn es dir aber schwer fällt, dir einen spezifischen Menschen vorzustellen, der dein Wunschkunde ist, solltest du dir vielleicht ein kleines Coaching zu diesem Thema gönnen. Denn ohne deine Kunden zu kennen, wirst du sie niemals erreichen können. Solide Basis und so 😉

2. Wo hält sich Zielgruppe auf?

Sobald du eine klare Vorstellung davon hast, wen du über die sozialen Medien erreichen möchtest, geht es daran zu überlegen, wo sich diese Menschen überhaupt aufhalten. Das ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise dem Alter. Je älter deine Zielgruppe, desto wahrscheinlicher sind sie nur auf Facebook unterwegs (oder gar offline), aber noch nicht auf Instagram oder anderen jüngeren Plattformen. Ist deine Zielgruppe auf Instagram aktiv, kannst du dir auch überlegen, ob sie sich eher Postings oder Stories ansehen würde. Scrollt deine Wunschkundin vielleicht gern in der Mittagspause durch den Feed? Oder vertreibt sich eine Studentin die Lernzeit zwischendurch mit lustigen Stories? Sei kreativ und denk dich in deine Zielgruppe hinein!

3. Inspiration schaffen und unterhalten

Sei niemals langweilig! Das heißt nicht, dass du eine Stunde überlegen sollst, bevor du eine gewollt witzige Story hochlädst. Du solltest einfach überlegen, was deine Zielgruppe interessieren und inspirieren könnte. Vielleicht ein Einblick in die Produktion deiner Produkte? Oder ein paar witzige behind the scenes Bilder von dir beim letzten Fotoshooting? Es ist wichtig, hier authentisch zu bleiben. Das heißt nicht, dass du privat werden musst, aber doch ein bisschen persönlich. Wie wäre es mit einem witzigen “mein Gesicht vor dem ersten Kaffee” Boomerang? Das macht dich zugänglicher als Mensch, und wer will nicht von “echten” Menschen kaufen? Genau.

4. Welche Probleme/Sorgen gibt es zu deinem Thema?

Als Tierfotografin sind meine Kunden zwar Menschen, es geht aber hauptsächlich um das Tier. Wir lieben unsere Vierbeiner und wollen, dass es ihnen gut geht. Das entfacht einen großen Haufen Sorgen und Fragen, bevor man sich für ein professionelles Shooting mit dem Tier entscheidet. Hier gilt wieder: Denk dich in deinen Kunden hinein und lies Fragen und Gedanken zwischen den Zeilen. Diese Sorgen (= Hindernisse zwischen Kunde und Buchung) kannst du in deinen Postings oder deiner Story aufgreifen und entkräften. Beschreibe zum Beispiel, wie du Fotoshootings mit besonders ängstlichen Pferden durchführst oder wie du damit umgehst, wenn das Pferd einfach nicht still steht. Diese Vorgehensweise kann man übrigens auch auf kreative Handmade Produkte und ganz viele andere Angebote übertragen.

5. Hashtags

Nutzt du Hashtags unter deinen Posts oder in der Story? Hast du sie recherchiert, oder benutzt du einfach, was dir gerade einfällt? Ich würde immer empfehlen, mit Hashtags zu arbeiten, gerade wenn du deine Social Media Reise erst startest. Viele Nutzer folgen konkret spannenden Hashtags und auch der Algorithmus kann deine Inhalte so besser einschätzen und ausspielen. Deine Hashtag Recherche startest du am besten mit einem Brainstorming. Stöbere auch mal bei Kollegen und überlege, was deine Zielgruppe interessieren könnte. Danach kannst du nachschauen, wie groß die Hashtags sind und dir eine kleine Auswahl für dich zusammenstellen.

6. Netzwerken & Interagieren

Social Media – soziale Interaktion ist bei dieser Art des Online Auftritts das A und O. Stöber dich durch Instagram, kommentiere Postings, die du interessant findest oder reagiere auf eine Story, die dir gut gefallen hat. Sei dabei authentisch und verzichte auf unpersönliche Kommentare, die lediglich aus einem Smiley bestehen. Zusätzlich kannst du mit Community Aktionen und Gewinnspielen deine Reichweite steigern. Auch in Facebook gibt es Interaktionsmöglichkeiten. Es lohnt sich immer, thematisch passenden Gruppen beizutreten und dort zu kommentieren oder eigene Fragen zu stellen. Außerdem kannst du Business Pages suchen, die für dich interessant sind oder Kollegen folgen, um dich inspirieren zu lassen.

Und – nutzt du diese 6 Tipps schon aktiv bei deinem eigenen Social Media Marketing?

Oder gibt es noch Luft nach oben? Der beste Tipp ist übrigens immer: Einfach mal machen!

Du wirst nie mit tausenden Followern starten. Wenn du dir organisch Reichweite aufbauen möchtest, hilft nur ehrlicher Content und ein Hauch Unterhaltungswert & Kreativität. Schließlich ist nicht die Zahl der Follower an sich wichtig sondern die Menschen dahinter, die dir aktiv folgen, deine Produkte spannend finden und letztendlich auch zu Kunden werden können.

 

Viel Spaß auf deiner eigenen Social Media Reise!

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